Bereits seit dem Jahr 2002 schreibt Dr. Dr. Rainer Erlinger eine beliebte und bekannte Kolumne für das Süddeutsche Zeitung Magazin mit dem Titel Gewissensfrage.
Es werden dort Leserfragen beantwortet, in deren Zentrum ein moralischer Konflikt angelegt ist.
Als große Fans dieser Kolumne sind wir auch auf die Gewissensfrage der aktuellen Ausgabe des Magazins gestoßen. Dabei geht es um eine der fundamentalsten Fragen des Zeitungsmarktes und das betrifft besonders uns von niiu.
Fritz S. aus Stuttgart sieht sich mit folgender Gewissensfrage konfrontiert:
„Ich lese schon sehr lange die Süddeutsche Zeitung, das SZ-Magazin und (seit ihrem Entstehen) auch die Gewissensfrage. Leider habe ich immer weniger Zeit, sodass ich meist nur dazu komme, das für mich Essenzielle zu lesen: Das Streiflicht, die Seite Drei, die Medienseite und am Freitag das Magazin. Der Rest wandert ins Altpapier. Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, weil so viele Redakteure, Layouter, Fotografen und so weiter jeden Tag eine komplette Zeitung auch für mich machen, die ich zum größten Teil nicht lese?“
Im Hinblick auf den Überlebenskampf traditioneller Tageszeitungen rät Erlinger dem Fragenden: „Halten sie es so wie bisher!“. Im Falle berüchtigter Umfragen von Klemmbrettträgern solle geantwortet werden, dass man „stets die ganze Zeitung und auch das Magazin vollständig und aufmerksam durchstudieren (würde) – einschließlich der Anzeigen.“ Die Leser/Zeitungs-Beziehung wird, vom Herr/Knecht-Modell ausgehend, als gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis erklärt.
Auch Erlinger erklärt schließlich: „Kaum jemand kann und will eine Zeitung wirklich komplett durcharbeiten. Die Alternative wäre dann, sie gar nicht zu kaufen und zu lesen.“

Lieber Herr Erlinger,
es tut uns sehr leid, Ihnen widersprechen zu müssen.
Gleichzeitig sind wir froh darüber, Ihnen mitteilen zu können, dass bereits eine weitere Alternative zum Aussterben klassischer Tageszeitungsformate und den Gewissensbissen engagierter Leser besteht:
niiu!
Eben diese moralische Gewissensfrage war die Voraussetzung für das niiu- Gründerteam, ein Projekt wie niiu ins Leben zu rufen. Sie sahen sich mit dem gleichen Abfallproblem konfrontiert. Schlimmer noch ergeht es Menschen, die aus beruflichen Gründen gleich mehrere Zeitungen kaufen, um dann einen noch größeren unnötigen Müllberg zu produzieren.
Als individualisierbare Tageszeitung unterstützen wir die Arbeit großartiger Journalisten und Kolumnisten und integrieren zusätzlich Internetinhalte.
Kein Klemmbrettträger muss in Zukunft mehr beschummelt werden.
Wir freuen uns, die Welt um einen moralischen Konflikt erleichtert zu haben und sind gespannt auf alle Ihre weiteren Beiträge im SZ-Magazin,
Ihr niiu-Team