ConventionCamp Hannover 2009 – Résumé

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In: niiu-News von Marvin - 29.11.2009

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Vorigen Donnerstag hatte ich Gelegenheit, dem ConventionCamp zum Thema „Zukunft des Internets“  beizuwohnen. Der Name deutet es bereits an: Ein neues Format, dass Elemente klassischer Tagungen und unkonventioneller Barcamps aufgreift und neu verbindet.

Das Ziel, Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft & Forschung und der jungen, kreativen Onlineökonomie, sprich Mediennachwuchs, Social Media Experten, Studenten und Blogger in den Dialog zu bringen, wurde ganz klar erreicht. Überhaupt ein vorbildlicher Ansatz, denn normalerweise tummeln sich die unterschiedlichen Interessengruppen auf ihren eigenen Kongressen. Egal ob „Barcamp“ oder „Expo So&So“, sie blieben bisher in ihrem Dunstkreis.

Einige Teilnehmer aus Agenturen und Wirtschaft, die Barcamps – auch (Un)Konferenz genannt – nur vom Hörensagen kannten, waren sicher etwas irritiert, als sie das Programm sahen. Neben den fünf fest eingeplanten Keynote-Speakern, einem Power Panel zum Thema „Engagement Advertising“, sowie der Speed-Dating Runde, waren gut 75 % der Progammtabelle unausgefüllt.

Typisch Barcamp. Die Besucher schlagen ihre eigenen Diskussionsthemen vor. Es wird kurzerhand basisdemokratisch votiert und die Vorschläge mit den meisten Handzeichen bekommen einen Slot. Nach einer guten Viertelstunde waren alle Lücken gefüllt. Nur ein Dilemma blieb: Pro Stunde fanden immer vier Sessions gleichzeitig statt. Da musste ich mich schon mal zwischen Robert Basic und Markus Beckedahl entscheiden. Oder zwischen Thomas Knüwers Abrechnung mit den Medienhäusern und der Diskussionsrunde zu „Wissenstrasfer im Internet – Wie geht das?“, beides Lieblingsthemen von mir.

Trotzdem verlief alles in geordneten Bahnen. Es gab keinerlei Verspätungen und ein sehr gutes Catering, das manche in diesem Krisenjahr an „die Stimmung 1999 erinnerte, als alle naturbekokst waren“, wie Thomas Knüwer es ausdrückte. Hier kam einfach die gute Organisation eines klassischen Konvents zum Tragen. Auch die „Policy“ der Veranstalter, keine PR-Plattform zu bieten, schlug sich in der Diskussionsqualität nieder. Charts voller Produktwerbung, Unternehmensdaten etc. wurden einfach übersprungen.

Für mich hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt. Stowe Boyds Vortrag zur Zukunft des Social Web lieferte Inspiration und die Bestätigung, dass wir mit unserer Social Media Strategie auf einem guten Weg sind.  In dieser Zeit, die Boyd „Post-Everything-Future“ nannte, wird der „Stream“, also ein kontinuierlicher Informationsstrom, alle neuen Internettechnologien als charakteristisches Merkmal auszeichnen.

Stowe Boyd von Dirk Kirchberg auf Vimeo.

Markus Beckedahls sympathischer Präsentationsstil zum Thema „Creative Commons“ war für meinen künftigen Vortrag beim Twittwoch sehr lehrreich. Besonders gefiel mir seine Überleitung, als Technikprobleme zu 15 Minuten Verspätung führten: „Drei verschiedene Rechner mit drei verschiedenen Betriebssystemen zeigen mal wieder, was passiert, wenn Offenheit nicht Teil der Software und Hardware ist“

Schließlich hatte ich bei der offenen Session zum Thema „Social Media – wie funktionierts?“ Möglichkeit meine eigene Sichtweise einzubringen und über Generationenkonflikte, Hürden innerhalb von Unternehmen und vieles mehr, zu diskutieren. Es war enorm spannend, von unterschiedlichen Erfahrungen, Problemen und Lösungswegen zu hören.

Willkommener Nebeneffekt bei all diesen Etappen: Ich habe eine Menge Kontakte geknüpft, einen guten Stapel Visitenkarten eingesammelt und mich in den Pausen mit den unterschiedlichsten Fachleuten sehr gut unterhalten.

Nächste Woche geht’s es dann beim Twittwoch im newthinking Store in Berlin weiter. Dort halte ich selbst einen Vortrag mit anschließender Diskussion. Thema wird „Social Media Marketing und Crowdsourcing am Beispiel von niiu“ sein. Ich bin gespannt, welche Ideen ich gemeinsam mit den Teilnehmern entwickle. Vielleicht sehe ich ja das eine oder andere bekannte Gesicht vom #cch09 (twitter Hashtag zum ConventionCamp) wieder.

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2 Kommentare

  1. Vor der Präsentation aber lieber nochmal den Präsentationstitel querlesen. Was soll denn Croudsourcing sein?

  2. Hallo Hans Peter,

    danke für Deinen Kommentar!

    Ging es jetzt um den Tippfehler? Es muss natürlich “Crowdsourcing” heißen – Crowd, wie die Menge.
    Oder ging es um die Formulierung allgemein? Sicherlich könnte man das auch ohne Anglizismen ausdrücken. Die sind in Marketingkreisen bekanntlich sehr gebräuchlich.

    Also mit Crowdsourcing ist die Vorgehensweise gemeint, das Wissen und Können der Menge – sein es das Publikum, Fans oder Kritiker – zu nutzen. Das geschieht, indem man sie aktiv involviert. Sie können Ideen einbringen und bei Entwicklungsfragen mit entscheiden.

    Das wollen wir bei niiu auch tun. Denn mit unter sind unsere Kritiker und Förderer Experten auf Ihrem Gebiet. So hat Jürgen Siebert vom Fontblog eine sehr hilfreiche kritische Analyse der ersten niiu Auslieferungen abgegeben. Er selbst ist Fachmann was Schriftsatz und Layout von Drucksachen angeht.

    Beim Twittwoch wird es darum gehen, wie man Crowdsouring in unseren Kundenservice und die Produktentwicklung einfließen lassen kann. Dazu werde ich versuchen eine Art Kurz-Workshop zu initiieren und mit den Teilnehmern gemeinsam Ideen schmieden. Quasi Crowdsourcing vor Ort betreiben.

    Soviel zum Plan.

    Kommst Du denn auch zum Twittwoch, Hans Peter?
    Ich würde mich sehr darüber freuen.

    Hier kann man sich anmelden.

    Schöne Grüße,
    Marvin

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